Bauen & Wohnen

Die Entwicklung unseres Dorfes ist maßgeblich durch den Hauptort Ratzeburg beeinflusst. Das Zukunftskonzept Daseinsvorsorge bezieht Ratzeburg und sein Umland ein. Die Gemeinde Bäk ist in wichtigen Handlungsfeldern, wie z.B. „generationenübergreifende Wohnqualitäten“ oder das „Wohnungsmarktkonzept“ direkt betroffen. Ebenso sind wir Teil der integrierten Entwicklungsstrategie für die AktivRegion Herzogtum Lauenburg Nord.

Das Bäker Dorfbild ist von Einfamilienhäusern geprägt. Ziel der Innenentwicklung ist eine bauliche Verdichtung des Siedlungsraumes, damit Ausweisungen für Siedlungszwecke vermieden werden. Die Vorgabe  wurde mit allen Projekten der Vergangenheit sehr gut umgesetzt. Baulücken werden nach und nach erschlossen.

Die Gemeinde Bäk hat seit 1996 wesentliche Flächen an und im Kupfermühlental, die Waldfläche unterhalb der „schönen Aussicht“ und viele einzelne Flurstücke im Mühlenbachtal aufgekauft und deren naturnahe Nutzung im Landschaftsplan festgelegt. Damit sind etwa 25 ha Gemeindeland (5% der Gemarkungsfläche) der Natur – unter gewollter und bewährter Einbeziehung unserer Einwohnerinnen und Einwohner – gewidmet.

Alle auf der Bäk in jüngerer Zeit realisierten Baugebiete wie: Hühnerkamp/Dornbusch (1999), Schulstraße, Ohsten Barg (2012), Walter Fabinski Weg (2013) sind in Dorflücken platziert worden. Dieses Konzept hat eine Suburbanisierung unserer Gemeinde verhindert und ist zudem besonders umweltverträglich.

Aktuell hat der Gemeinderat eine Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes Nr. 9 beschlossen. Verbunden damit ist der Neubau der Kindertagesstätte am Dorfgemeinschaftshaus und die mögliche Bebauung von 2 Gemeindegrundstücken am Hühnerkamp. Über die Vergabe und Bebauung dieser Grundstücke ist seitens der Gemeinde noch nicht entschieden worden.

Im Ausschuss für Bau- Wege und Entwicklung wurde in einer öffentlichen Sitzung die bauliche Situation in unserer Gemeinde diskutiert. Geleitet durch den Gedanken einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung wurden erste Schritte für ein Dorfentwicklungskonzept skizziert und der Gemeindevertretung berichtet.

Wesentliche Inhalte des Bäker Dorfentwicklungskonzeptes:

  • Wir wollen die Innenverdichtung der Gemeinde aktiv vorantreiben. Damit soll der größtenteils in privater Hand befindliche Baugrund z.B. in Form von Baulücken erschlossen werden.
  • Die Gemeinde wird einer Bebauung in zweiter Reihe, solange sie nicht im Außenbereich stattfindet, zustimmen. Grundsätzlich müssen dabei die von der Gemeinde nicht beeinflussbaren, baurechtlichen Vorschriften berücksichtigt werden.
  • Einem zielführenden Flächentausch steht die Gemeinde offen gegenüber.
  • Ebenso befürworten wir eine Umgestaltung von vorhandenen Wohngebäuden, um mehr altengerechtes oder auch Wohnen für junge Leute oder auch Singles zu ermöglichen.
  • Mit der Erschließung von neuen Baugebieten außerhalb der derzeitigen Ortslage haben wir uns beschäftigt. Diese Projekte ziehen einen erheblichen Infrastrukturbedarf nach sich und sollen daher kurz- und mittelfristig nicht in Erwägung gezogen werden.

Wir verzichten mit der Innenverdichtung auch auf die Umwidmung von produktiven landwirtschaftlichen oder ökologisch wertvollen Flächen, vermeiden die Zersiedelung unserer Dorfgemeinde und können gegebenenfalls auch derzeit nicht ideal genutzten Wohnraum optimieren.

Die Vergabekriterien für den Verkauf von Grundstücken in der Gemeinde wurden in der Sitzung der Gemeindevertretung am 3.6.2021 wie folgt festgelegt:

  • Ein marktgerechter Fixpreis ist gesetzt. Ein Bieterverfahren (z.B. meistbietend) wird ausgeschlossen
  • Der Bewerber ist ein Bäker bzw. ehemals in Bäk wohnender Bürger
  • Kinder sind ein Kriterium
  • Die ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde – diese wird vor allen anderen vorgezogen
  • Baubindung: nach Kauf muss in xx Monaten mit dem Bau begonnen werden

Die Gewichtung wird hierbei nicht festgelegt. Die Vergabekriterien werden auf alle von der Gemeinde zu verkaufenden Grundstücke angewendet.